Katzen auf Korfu - oder wie Korfioten mit Tieren umgehen
Von Korfu Blogger | 16.Juli 2009
Katzen, oder auch Hunde, begegnen ihnen auf Korfu auf Schritt und Tritt. Auch überfahren am Straßenrand. Es gibt sie eben zu Hauf - auch herrenlos, da Kastration ein Fremdwort ist. Die unkontrollierte Vermehrung ist ein Problem das man im Winter wenn, wenn die Touristen weg sind mit Vergiften, Ertränken oder einfach Erschlagen löst. Glaubt man jedenfalls den Tierschützern, aber die werden das wohl am Besten wissen.

Diese junge Katze wurde an der Hauptstraße von Dassia von der Wirtin des Restaurants “Hammock” aufgenommen, nachdem sie sie dort alleine gefunden hatte. Soweit hat sie es gut getroffen.

Dieser Junge Freund gähnte mich herzlich beim Besuch des Klosters von Paleokastritsa an - er hat allen Grund gelassen zu sein, hier oben gibt es genug zu Fressen. Davon zeugen die vollen Futterschüsseln. Allerdings habe ich auch Katzen mit üblem Milbenbefall und eitrigen Augen gesehen. Für den Tierarzt reicht es eben doch nicht.

Diesen Esel fand ich angebunden an einen Leitungsmast an der Straße nach Lefkimi im Süden von Korfu. Schwer zu sagen, ob er nur “geparkt” oder gar ausgesetzt wurde. Das ist nicht unüblich mit alten Eseln, die nicht mehr zur Arbeit taugen. Viele gehen auch zur Schlachtung nach Italien, und landen so getarnt als Salami vielleicht auch auf unseren Tellern.
Keine schöne Vorstellung - aber auch das ist Korfu.
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28.Januar 2010 at 09:07
Schade, ein wenig weniger Schwarzweißmalerei hätte dem ganzen gut getan. Ich kann hinzufügen:
Es gibt ein liebevoll gepflegtes und von vielen ehrenamtlichen Helfern getragene Eselsresort für ausgediente Esel im Ruhestand nahe Paleo. Die alten Esel sind ein Problem seitdem Pickup und Geländewagen ihren Einzug auf Korfu hatte. In Deutschland kommen alte oder kranke Pferde zum Schlachthof und landen als Pferdewurst auf unserem Teller.
Es gibt rund 3o Tierärzte und 2 Tierkliniken für die Haustiere, alle gut besucht - die meisten allerdings in und um Korfu Stadt . Neben den beiden Tierheimen- für eine Insel mit 100 000 Einwohnern nicht wenig. Hunde und Katzen laufen frei, das ist richtig, kennen den Fressnapf ihres Besitzers. Sicher ist besser die gesetzlich verordnete Anleinpflicht in Deutschland. Wer abgemagerte oder ausgesetzte Tiere sehen will wird dies. Eine objektive Darstellung versucht die Seite von Stefan , von einem, der seit langem in Korfu lebt. Das ist Korfu.
28.Januar 2010 at 11:48
…ich würde das allerdings auch in die Rubrik Schönmalerei einordnen. Mehr zum Tierschutz in Griechenland unter: www.inseln-greece.de/2009/03/30/der-wert-eines-tierlebens/
28.Januar 2010 at 12:17
Sicherlich gibt es die genannten Tieheime. Sie werden aber weitgehend von Ausländern getragen und genießen keinerlei staatliche Unterstützung. Die Gründerin des Eselsheims beispielsweise hat immer wieder Probleme mit Nachbarn, die sich über den Ia-Lärm beschweren. Kleintierpraxen sorgen nicht für Straßenhunde, sondern für untiergerecht verhätschelte Schoßhündchen. Sicherlich ist es um den Tierschutz in Deutshland auch nicht optimal bestellt - aber immerhin ist hier der Tierschutzgedanke weit mehr verbreitet als unter Hellenen.